Tales from the Tiltboys

 
Tales from the Tiltboys


Titel: Tales from the Tiltboys (Geschichten von den Tiltboys)

Autor: The Tiltboys

Lassen Sie uns schon einmal vorab etwas klarstellen: "Tales from the Tiltboys" ist KEIN Pokerbuch. Es ist ein Buch über Pokerspieler, ja, aber wenn Sie nach tiefgründiger Pokerstrategie suchen, werden Sie enttäuscht sein. Eigentlich wird Ihr Pokerspiel sogar darunter leiden, wenn Sie dieses Buch lesen, es sei denn, Sie lieben es wirklich, wirklich zu spielen.

Die Tiltboys sind eine Gruppe von verrückten, Poker spielenden, auf alles wettende Kumpel, die auf die späten 1980er Jahre zurückgehen. Die bekanntesten Namen in diesem Bund sind Pokerspieler wie Phil Gordon, Rafe Furst und Perry Friedman, aber die sind nicht unbedingt die dominanten Figuren in dieser Gruppe. Tatsächlich scheinen eher die andern "unbekannteren" Tiltboys oft mehr verehrt zu werden als ihre Freunde, ob es nun an ihren Persönlichkeiten liegt, oder, und das ist wahrscheinlicher, weil sie einen eisernen Deal mit den Glücksspiel-Göttern haben.

Worum geht es dann nun in diesem Buch WIRKLICH? Einfach gesagt, ist es eine Ansammlung von Geschichten über Beziehungen und Heldentaten der Tiltboys. Von ihrem peinlichen Heimspiel zu ihrer Roshambo (Stein-Schere-Papier) Obsession bis dahin sich als Frau zu verkleiden, um an Turnieren für Frauen teilzunehmen, es wird nichts ausgelassen.

Obwohl es sicherlich ein sehr unterhaltsames Buch ist, hören sich die Geschichten nach einer Weile etwas ausgeleiert an. Sicher ist es lustig über eine Horde Männer zu lesen, die hunderte von Dollar darauf wetten, wessen Gepäck zuerst auf dem Laufband am Flughafen erscheint und ihr Bericht über ihre Vegas-Reise, die Sie betrunken und herumspringend hinter sich gebracht haben, lassen einen daran zweifeln, ob Männer wie sie überhaupt existieren können, allerdings wiederholt sich alles nach einer Weile.

Ich wollte damit sagen, dass es sich anhört, als wenn man seinen Freund von den Schulpartys erzählen hört, nur dass es WIRKLICH so war. Einige Geschichten sind sogar als E-Mail-Unterhaltungen dokumentiert. Es hört sich so an, als wollte ein Freund Ihnen seine Freitag-Nacht-Sauftour beschreiben, die dreitausend Meilen weit weg stattfand.

Aus dem Buch könnte man sicher einen lustigen Film machen, da der rote Faden, der gesponnen wird, einen Aufruhr auslösen könnte, nicht unähnlich dem Film "Harold & Kumar Go to White Castle". Es wurden tatsächlich schon die Filmrechte gesichert, wie auf der Webseite der Tiltboys (www.tiltboys.com) nachzulesen ist.

Wenn Sie wirklich gerne lustige Geschichten von Leuten in Internet-Tagebüchern und Nachrichten-Foren lesen, die Sie nicht kennen, dann ist das Buch genau das Richtige für Sie. Außerdem weist es einige Pokerberühmtheiten auf. Diese in einigen der komischen Situationen zu beschreiben, die auf 207 Seiten detailliert beschrieben werden, kann für jeden Pokerfan schon lustig sein. Auf der Webseite der Tiltboys können Sie sich dieses Buch tatsächlich schon einmal vorab ansehen, da sie immer neuere Geschichten dort veröffentlichen. Wenn es also dazu kommt, dass Sie sich diese Seite in Ihre Favoriten legen, dann möchten Sie bestimmt das Buch kaufen. Diejenigen die die Insiderwitze nicht so unterhaltsam finden, werden darauf wohl verzichten.

Als Schlussnote möchte ich noch anmerken, dass die Tiltboys die Hälfte der Einnahmen von diesem Buch wohltätigen Zwecken spenden möchten, und setzen damit mit ihrem selbstlosten Weg fort, für den sie in der Pokerwelt so bekannt sind.